Trockener Husten

Reizhusten

Reizhusten

Ein „trockener“ Husten ist dadurch gekennzeichnet, dass kein Sekret (Schleim) gebildet und abgehustet wird. Deshalb wird er auch als unproduktiver Husten oder Reizhusten bezeichnet. Insbesondere nachts kann ein solcher ständiger Hustenreiz sehr lästig sein und den Schlaf stören.

Reizhusten: Ursachen

Trockener Husten tritt meist dann auf, wenn die Atemwege gereizt sind. Typisches Beispiel sind Erkältungen: Speziell in der frühen Krankheitsphase kommt es oft zu einem trockenen Reizhusten. Dieser wird in der Regel nach wenigen Tagen von einem Husten mit Auswurf abgelöst. Manchmal kommt es nach dem eigentlichen Infekt nochmals zu trockenem Husten, der scheinbar auf eine fortdauernde Empfindlichkeit der Atemwege zurückzuführen ist. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von „postinfektiösem Husten“.

Darüber hinaus kann Reizhusten aber auch bei allergischen und vielen anderen Erkrankungen der Atemwege (z. B. Asthma bronchiale, Bronchitis) auftreten. Grundsätzlich können auch psychische Faktoren, bestimmte Arzneimittel (z. B. ACE-Hemmer) oder Fremdkörper wie Staub oder Tabakrauch Reizhusten auslösen.

Gut zu wissen: Gut zu wissen:

Auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus (Covid-19) gilt trockener Reizhusten in Verbindung mit weiteren Symptomen wie Fieber, einem zeitweisen Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns sowie ausgeprägter Müdigkeit als eines der häufig erfassten Symptome.

Wichtig: Wichtig:

Sollten Sie den Verdacht haben, an Covid-19 erkrankt zu sein, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf oder wählen Sie die bundesweite Nummer des telefonischen Bereitschaftsdienstes (116 117). Rufen Sie bei akuter Atemnot den Notarzt (112).

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Reizhusten: Wichtige Ursachen im Überblick

  • Trockene Heizungsluft
  • Eingeatmete Staubpartikel
  • Atemwegsinfekte
  • Covid-19
  • Bronchitis
  • Allergien
  • Asthma bronchiale
  • Refluxkrankheit
  • Herzinsuffizienz
  • Psychische Faktoren
  • Nebenwirkung von Medikamenten

Reizhusten – so zeigt er sich

Trockener Husten klingt meist hart oder bellend und kann sehr quälend sein. Anders als beim „produktiven Husten“, bei dem die Betroffenen Schleim abhusten, bleibt beim Reizhusten das Gefühl der „Erleichterung“ oft aus. Vielmehr kann es zu echten Hustenattacken kommen, die vor allem nachts sehr belasten, weil sie den Schlaf stören.

Gut zu wissen: Gut zu wissen:

Ständiger Reizhusten, der wochenlang nicht mehr verschwindet – so äußert sich bei Erwachsenen oftmals Keuchhusten. Gehen Sie daher im Zweifel lieber zum Arzt, wenn Sie ein hartnäckiger Husten plagt.

Was hilft gegen Reizhusten?

Die Behandlung von Reizhusten richtet sich nach der Ursache. Tritt Reizhusten im Rahmen einer Erkältung auf und führt er dazu, dass man nachts kein Auge zubekommt, können Hustenstiller aus der Apotheke die Beschwerden lindern.

Wichtig: Wichtig:

Sobald Reizhusten in einen verschleimten Husten übergeht, sollten keine Hustenstiller mehr angewendet werden. Denn dann ist es wichtig, dass der Schleim sich lösen und abgehustet werden kann. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Inhalationen zählen zu den Basismaßnahmen bei verschleimtem Husten. Zusätzlich können Hustenlöser aus der Apotheke (Expektoranzien) die Schleimlösung unterstützen.

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Einen Gang runterschalten
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Einen Gang runterschalten

Husten ist meist Folge eines grippalen Infekts. In diesem Fall leistet das Immunsystem im Kampf gegen die eingedrungenen Krankheitserreger Schwerstarbeit. Daher gilt: Vermeiden Sie Stress, ruhen Sie sich aus und sorgen Sie für wohlige Wärme, zum Beispiel mit dicken Socken, einer Decke und einem Schal um den Hals. So können Sie den Genesungsprozess auf angenehme Weise unterstützen.

Gut zu wissen:Gut zu wissen:

Kurze Spaziergänge sind erlaubt und sogar empfehlenswert, sofern Sie sich fit genug dafür fühlen. Denn grundsätzlich tut Frischluft den Atemwegen gut. Wichtig ist, dass Sie auf Ihren Körper hören.

Viel trinken
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Viel trinken

Bei Husten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Denn so werden die Schleimhäute im Rachen befeuchtet und festsitzendes Sekret kann besser gelöst werden. Erwachsene sollten jeden Tag rund 1,5 Liter trinken. Die besten Durstlöscher sind stilles Wasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Auch warme Suppen – zum Beispiel eine Hühnerbrühe – zahlen auf den Flüssigkeitshaushalt ein und können bei einer Erkältung besonders wohltuend sein.

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Luftfeuchtigkeit erhöhen
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Luftfeuchtigkeit erhöhen

Ein Plus an Luftfeuchtigkeit hat sich bei Husten bewährt, da auf diese Weise einem Austrocknen der Schleimhäute entgegengewirkt werden kann. Das gilt insbesondere in der Heizperiode, in der die Raumluft – sei es im Büro oder zu Hause – besonders trocken ist. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie zum Beispiel eine mit Wasser gefüllte Schale auf den Heizkörper stellen. Unter Umständen kann auch ein Raumluftbefeuchter sinnvoll sein. Eine praktische Alternative für die eigenen vier Wände: Hängen Sie Ihre frisch gewaschene Wäsche im Zimmer zum Trocknen auf.

Gut zu wissen:Gut zu wissen:

Auch ein kurzer, täglicher Spaziergang und regelmäßiges Stoßlüften tun den Atemwegen gut. Nach draußen gehen sollten Sie aber nur, wenn Sie kein Fieber haben.

Reizstoffe meiden
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Reizstoffe meiden

Wer Husten hat, sollte unbedingt auf das Rauchen verzichten und auch Räume meiden, in denen geraucht wird. Der Grund: Tabakrauch stellt eine starke Belastung für die Schleimhäute dar und beeinträchtigt die Arbeit der Flimmerhärchen. Der Abtransport von Sekret wird zusätzlich erschwert.

Wann zum Arzt bei Husten?
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Wann zum Arzt bei Husten?

Husten lässt sich normalerweise gut selbst behandeln. In manchen Fällen ist allerdings ein Arztbesuch wichtig. Das gilt zum Beispiel, wenn die Beschwerden über eine Woche andauern oder sich sogar verschlimmern, wenn weitere Symptome wie Fieber (> 38,0 Grad), ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Atemnot oder Brustschmerzen hinzukommen, oder wenn ein blutiger oder eitriger Auswurf besteht.

Husten bei Schwangeren, Säuglingen, Kleinkindern, älteren oder chronisch kranken Menschen sollte grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.

WichtigWichtig

Bei Verdacht auf Covid-19 sollte man zunächst telefonisch ärztlichen Rat einholen (Hausarzt oder Tel. 116 117). Mögliche Symptome sind z. B. Husten, Fieber, Geruchs- und/oder Geschmacksverlust, ausgeprägte Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen und Kurzatmigkeit.

Verdacht auf Covid-19? Lassen Sie sich telefonisch beraten!

Sollten Sie den Verdacht haben, an Covid-19 erkrankt zu sein, ist es wichtig, sich zunächst telefonisch beraten lassen.

Wählen Sie also die Telefonnummer Ihres Hausarztes oder Tel. 116117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst).

Mögliche Symptome bei Covid-19 sind:

  • Husten (trocken oder produktiv)
  • Fieber (in der Regel über 38 Grad)
  • Zeitweiser Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns
  • Ausgeprägte Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit, Atemnot
  • Weitere Symptome wie Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlag

! Bei akuter Atemnot: Rettungsdienst verständigen (Tel. 112) !

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